Ich kann immer noch nicht glauben was mit mir nächstes Jahr passieren wird. Alles ist so unreal, auf einmal ist mein großer Traum zum greifen nahe und nur noch ein paar Monate trennen mich von ihm. Dieser eine Brief gestern hat über meine Zukunft entschieden und zwar so, wie ich es gehofft hatte. Nur dieser Brief mit ein paar Blättern hat mir dazu verholfen, meinen Traum bald erleben zu dürfen. Wie ist das möglich?
Ich begreife es einfach nicht, es ist unmöglich, dass es wirklich geklappt hat.
Ich glaube ich werde noch ein wenig Zeit brauchen um das alles zu realisieren.
Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt
- eindeutig
mein aktueller Gefühlszustand. Mir ist völlig klar, was mich nächstes Jahr
erwarten wird, oder vielleicht auch nicht. Es wird keines Falls einfach werden
und mich werden wahrscheinlich oft Heimweh und andere Sorgen quälen. Es wird
nicht leicht werden Kontakte zu knüpfen, Freunde zu finden. Also warum um
Gottes Willen tue ich mir das eigentlich an? Vielleicht weil es mein Traum war
und ist? Vielleicht um einfach etwas neues zu erleben? Vielleicht um an meine
eigenen Grenzen zu gehen? – Ich weiß es nicht.
Es gibt
viele wundervolle Momente in denen ich ganz euphorisch und ausgelassen bin vor
Freude. In diesen Momenten könnte ich einfach nur rumspringen und mich in den
nächsten Flieger nach Amerika setzen. Aber dann gibt es da noch die Momente, in
denen ich das am liebsten alles rückgängig machen würde. Es ist dann, wenn ich
gemütlich mit meiner Familie beim Abendessen sitze und ich mich einfach freue,
dass ich sie habe, oder aber auch, wenn meine besten Freunde zu mir kommen und
einfach aus freien Stücken sagen, dass sie mich vermissen werden, wenn ich weg
bin.
Dann würde
ich am liebsten losheulen und in eine riesen Depressionsphase fallen, aber ich
reiße mich trotzdem zusammen, lächle, obwohl ich mich gar nicht danach fühle
und nehm sie in den Arm und will glücklich sein, dass ich so treue und liebe
Menschen meine Freunde nennen darf.
Aber warum
um alles in der Welt, gibt es diese grausamen Momente der Zwiespältigkeit, wenn
man mal gerade traurig ist und sich gleichzeitig freut? Das sind, meiner
Meinung nach, die Schlimmsten, weil man
einfach merkt, dass man hier alles Vertraute, seine Familie, seine Freunde
zurücklässt und das auch unbedinngt will, aber auf der anderen Seite auch
behalten möchte?
Ich muss
verrückt geworden sein...
28. Oktober 2008
und das die Tage immer öfter. Vorallem in den Lateinstunden, wo ich nur lustlos in mein Hausaufgabenheft male und vor mich hin träume. In diesen Momenten würde ich am liebsten sofort nach Hause, Koffer packen und los! Ich freue mich zur Zeit einfach nur riesig auf mein großes Abenteuer, das vor der Tür steht und nur noch 200 Tage warten muss. Es ist einfach alles so toll, ich darf in die USA, der Vertrag ist weg, am 1.11 ist die erste Rate überwiesen und es ist alles ganz fest. Ich bin einfach so überglücklich, könnte singen, tanzen, springen.
Ich merke förmlich, wie ich mich für das ATJ anstrenge, ich lerne auf einmal für die Schule, was ich früher nie getan habe, geh zeitig ins Bett und bin gut gelaunt... Ich denke, das könnte man schon glatt als Euphorischer Ausnahmezustand nennen. Toll, oder?